Gemüse-Bratlinge

Dieses Rezept für Gemüse-Bratlinge ist ein wahres Multi-Talent: Es eignet sich für praktisch jede Gemüseart. Und heraus kommt ein Bratling, der sowohl allein als auch als vegetarischer Burger-Patty schmeckt.

ZubereitungszeitGesamtzeit: 60 Min
60 Min Zubereitung


Mahlzeitentyp Hauptmahlzeit


Saison Ganzjährig

AllergeneGluten (Haferflocken)

Gewünschte Menge

Zutaten

  • 1 Zwiebel
  • 500 g Möhren
  • 1 TL Bratöl (zum Dünsten)
  • 150 ml Wasser
  • Salz
  • 2 EL Sonnenblumenkerne
  • 120 g zarte Haferflocken
  • 20 g geschrotete Leinsamen
  • Salz
  • Pfeffer
  • 1 Prise Muskatnuss
  • 2 EL Bratöl (zum Braten)

Küchenwerkzeuge

  • Küchenmesser
  • Schneidebrett Arbeitsplatz einrichten
  • Küchenwaage
  • Topf mit Deckel
  • Kochlöffel
  • Pfanne
  • Topf
  • Kartoffelstampfer
  • feine Küchenreibe
  • großer Teller

(Saisonale) Alternativen

Anstelle der Möhren können im Sommer Brokkoli oder Paprika verwendet werden. Im Herbst bzw. Winter eignen sich Pastinaken, Petersilienwurzeln, Süßkartoffeln, Sellerieknolle, Kürbis und Rote Bete. Es können auch mehrere Gemüsearten verwendet werden.

Anstelle der Leinsamen eignen sich gemahlene Mandeln oder Haselnüsse.

Gewürzt werden kann nach Belieben auch mit Curry, Paprikapulver, Koriander oder frischen Kräutern wie Petersilie oder Schnittlauch.

Zubereitung

  1. Schritt 1 von 7

    Die Zwiebel halbieren, schälen und fein würfeln. Die Möhren abwiegen, waschen und in ca. 5 cm Stücke schneiden, dann der Länge nach vierteln.

    1 Zwiebel, 500 g Möhren
    Küchenmesser, Schneidebrett, Küchenwaage

    So gelingt das Zwiebelschneiden: die Zwiebel von der Wurzel zur Spitze halbieren und die Schale zur Wurzel hin abziehen. Die Zwiebelhälften auf die Schnittfläche legen und von der Spitze zur Wurzel in Streifen schneiden. Die Wurzel hält die Zwiebel stabil. Achtung: Nicht mit den Zwiebelfingern in die Augen fassen. Ganz gleich, wer das Möhrenschneiden übernimmt: Wenden Sie die Schnitttechniken an. Dann geht’s leichter. Beim Kleinschneiden ist der Krallengriff, beim Vierteln der Tunnelgriff dran.

  2. Schritt 2 von 7

    1 TL Öl in einem großen Topf auf mittlerer Stufe erhitzen und Zwiebelwürfel darin glasig dünsten.

    1 TL Bratöl
    Topf mit Deckel, Kochlöffel

    Wollen Ihre Kinder selbst am Herd stehen und umrühren? Nur zu! Unterstützen Sie sie dabei, wenn nötig. Achten Sie darauf, dass die Kinder sicher stehen und lassen Sie sie nicht allein am Herd.

  3. Schritt 3 von 7

    Die Möhren zur Zwiebel geben, vorsichtig das Wasser und eine große Prise Salz zufügen. Mit Deckel zum Kochen bringen. Das Gemüse für 10–15 Minuten bei mittlerer Hitze garen. Eventuell etwas Wasser nachfüllen. Zum Schluss den Deckel entfernen, damit die Flüssigkeit verkochen kann.

    150 ml Wasser, Salz

    Testen Sie gemeinsam mit Ihren Kindern, ob das Gemüse gar ist. Dazu eine Möhre aus dem Topf nehmen. Wenn sie sich mit einer Gabel leicht zerdrücken lässt, ist es fertig.

  4. Schritt 4 von 7

    Sonnenblumenkerne ohne zusätzliches Fett in einer Pfanne vorsichtig unter ständigem Rühren anrösten.

    2 EL Sonnenblumenkerne
    Pfanne

    Beobachten Sie den Röstvorgang gemeinsam mit Ihren Kindern und sprechen Sie darüber: Was passiert mit den Sonnenblumenkernen? Wie duftet es?

  5. Schritt 5 von 7

    Das Gemüse in einen kalten Topf umfüllen. Die Haferflocken und Leinsamen abwiegen und mit den Sonnenblumenkernen hinzugeben. Anschließend alles gut zerstampfen. Mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss abschmecken und kurz quellen lassen.

    120 g zarte Haferflocken, 20 g geschrotete Leinsamen, Salz, Pfeffer, 1 Prise Muskatnuss
    Topf, Kartoffelstampfer, feine Küchenreibe

    Das Wiegen ist eine tolle Aufgabe für Kinder. Wenn Ihre Kinder noch nicht lesen können: einfach eine Markierung am Messbecher machen. Bei der Küchenwaage können alle gemeinsam schauen, bis wohin der Zeiger ausschlagen muss.

    Das Stampfen geht im Topf besonders gut, alternativ kann auch eine Schüssel verwendet werden. Das ist echte Handarbeit, dabei kann sich gut abgewechselt werden. Die Masse sollte gut formbar sein. Ist sie zu trocken, geben sie etwas Wasser hinzu. Ist sie klebrig-feucht, helfen ein paar zarte Haferflocken.

    Das Abschmecken übernehmen alle gemeinsam – natürlich wie die Profis.

  6. Schritt 6 von 7

    Aus der abgekühlten Masse mit feuchten Händen kleine feste Bratlinge formen und auf Tellern ablegen.

    großer Teller

    Ihre Kinder können die Bratlinge formen. Wichtig ist dabei, dass die Bratlinge ungefähr gleich groß werden. Wenn die Hände mit der Zeit klebrig werden: zwischendurch mit Wasser befeuchten. Das hilft. Stellen Sie dazu eine kleine Schale mit Wasser bereit.

  7. Schritt 7 von 7

    Die Pfanne auf mittlerer Stufe erhitzen, 2 EL Bratöl zufügen und die Bratlinge von beiden Seiten goldbraun braten. Erst wenden, wenn die Unterseite gut gebräunt ist.

    2 EL Bratöl

    Wenn Ihre Kinder das Wenden übernehmen wollen: Nur zu! Unterstützen Sie sie dabei, indem Sie die Pfanne festhalten. Je nach Pfannengröße braucht es vielleicht zwei Durchläufe. Teilen Sie das Bratöl dann auf. Der Boden der Pfanne sollte dünn bedeckt sein. Damit alle gemeinsam essen können: Halten Sie die fertigen Bratlinge bei 60 °C im Backofen warm. So bleiben die ersten warm, bis die letzten ausgebacken sind.

Tipps und Tricks

  • Küchentipp

    Einige Gemüsesorten wie Zucchini oder Möhre können auch roh, in fein geraspelter Form in die Bratlingmasse gegeben werden.

  • Zum Verfeinern

    Die Bratlinge schmecken auch kalt – als Snack zum Picknick, als Belag für ein Sandwich oder als Ersatz für das klassische Pausenbrot. Überbacken Sie den Bratling mit einer Scheibe Käse – das gibt ihnen eine würzige Note. Oder Sie bereiten zu den Bratlingen noch einen Kräuter-Dip zu. Sie eignen sich auch als vegetarische Alternative zum Burger-Hackfleisch-Pattie.

  • Zeitmanagement

    Die Bratlinge können auch im Ofen gebacken werden: Dazu die Bratlinge auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech setzen, mit etwas Bratöl bestreichen und für ca. 20 Minuten bei 200°C Umluft backen. In der Zwischenzeit können Sie zum Beispiel einen Salat zubereiten.

  • Genuss erleben

    Farben lernen mit Lebensmitteln: Dazu ist dieses Rezept perfekt geeignet. Sprechen Sie vorweg mit Ihren Kindern über die Farben unterschiedlicher Gemüsearten. Welches Gemüse muss gewählt werden, wenn der Bratling rot werden soll? Oder orange? Oder grün? Entscheiden Sie gemeinsam.

  • Lebensmittelinfo

    Zwiebeln gibt es in unterschiedlichen Schärfegraden: Die große Gemüsezwiebel schmeckt mild-süßlich, die klassische Küchenzwiebel ist recht scharf. Das Andünsten verringert die Schärfe und die Zwiebeln schmecken süßlich.