Brühe aus Gemüseresten

Viel zu schade zum Wegschmeißen: Aus Schalen, Stängeln & Co, die beim Verarbeiten von frischem Gemüse übrigbleiben, lässt sich ganz einfach eine leckere Brühe kochen – zum puren Trinken oder als Basis für eine Suppe.

ZubereitungszeitGesamtzeit: 40 Min
10 Min Zubereitung
+30 Min Kochzeit


Mahlzeitentyp Zwischenmahlzeit, Hauptmahlzeit


Saison Ganzjährig

Allergeneevtl. Sellerie

Gewünschte Menge

Zutaten

  • Gemüseschalen (z. B. von Möhren oder Knollensellerie, Petersilienwurzeln, Pastinaken)
  • Gemüse-Abschnitte (z. B. abgeschnittene Enden von Lauch oder Pilzen, Strunke und äußere Blätter von Kohl, Fenchel, Staudensellerie, Blattgrün von Kohlrabi oder Möhren)
  • Zwiebelstücke (aber keine Schalen – sie lassen die Brühe bitter schmecken)
  • leicht verschrumpeltes, aber nicht schimmeliges Wurzelgemüse (z. B. Möhren, Pastinaken)
  • Kräuterreste (z.B. Petersilienstängel, Liebstöckel- oder Schnittlauch)
  • Wasser (je nach Menge der Gemüsereste)
  • 1 TL Salz
  • 1 Lorbeerblatt
  • 1 TL Rapsöl

Küchenwerkzeuge

  • Küchenmesser
  • Schneidebrett
  • großer Kochtopf mit Deckel
  • Messbecher
  • Kochlöffel
  • feines Küchensieb
  • Schöpfkelle
  • Topf (zum Abgießen)

(Saisonale) Alternativen

Je nach Jahreszeit wird die Suppe unterschiedlich ausfallen und schmecken. Im Sommer kann sie zum Beispiel Fenchel und Tomate enthalten. Im Herbst und Winter dafür mehr Kohl- und Knollengemüsereste.

Zubereitung

  1. Schritt 1 von 5

    Das Gemüse beziehungsweise die Gemüsereste waschen und putzen, Sand und ungenießbare Stellen entfernen.

    Gemüseschalen, Gemüse-Abschnitte, Zwiebelstücke (aber keine Schalen – sie lassen die Brühe bitter schmecken) , leicht verschrumpeltes, aber nicht schimmeliges Wurzelgemüse, Kräuterreste
    Küchenmesser, Schneidebrett

    Geeignete Gemüsereste können Sie laufend in einer Schüssel sammeln und kühl aufbewahren. Ist genug zusammengekommen, gibt es Restebrühe! Schauen Sie sich die Gemüsereste gemeinsam mit Ihren Kindern genau an: Braune Stellen am Gemüse sind nicht gleich ungenießbar. Die können Ihre Kinder einfach abschneiden. Entdecken Sie oder Ihre Kinder hingegen Schimmel auf dem Gemüse, hilft kein Wegschneiden. Dann gehört es in die Bio-Tonne oder auf den Kompost.

  2. Schritt 2 von 5

    Alle Gemüsereste mit Ausnahme eventuell vorhandener Kräuter in einen Topf geben und knapp mit Wasser bedecken. Dabei abmessen, wieviel Wasser dafür benötigt wird.

    Wasser
    großer Kochtopf mit Deckel, Messbecher, Kochlöffel

    Die Reste müssen nicht unbedingt klein geschnitten werden. Wenn Ihre Kinder aber Lust dazu haben: Nur zu! Sehr große Gemüseteile – wie Kohlblätter – können die Kinder auch etwas kleinrupfen. Eine tolle Aufgabe! Auch den Messbecher können Sie gleich Ihren Kindern überlassen, damit sie das Wasser zugeben können. Dabei können sie zum Beispiel langsam in 100 ml Schritten vorgehen. Merken Sie sich gemeinsam wieviel ml sie am Ende insgesamt in den Topf gegossen haben?

  3. Schritt 3 von 5

    Die Brühe mit etwa 1 TL Salz pro Liter Wasser salzen. Das Lorbeerblatt zufügen.

    1 TL Salz, 1 Lorbeerblatt

    Wieviel Teelöffel Salz müssen in Ihre Restebrühe? Fragen Sie doch mal Ihre Kinder. Vielleicht können Sie diese Rechenaufgabe schon allein lösen – sonst mit Ihrer Hilfe. Welche Gewürze sollen noch mit in die Brühe? Sprechen Sie mit Ihren Kindern darüber und entscheiden Sie gemeinsam.

  4. Schritt 4 von 5

    Das Wasser bei geschlossenem Deckel zum Kochen bringen. Den Deckel abnehmen und die Brühe 20 Minuten kochen lassen. Wenn Kräuterreste vorhanden sind: ca. 5 Minuten vor Schluss hinzufügen. Den Herd ausschalten und die Brühe noch 10 Minuten ziehen lassen.

    Die Zeit kann mit Hilfe einer Eieruhr überwacht werden. Kann Ihr Kind die schon alleine stellen? Helfen Sie notfalls. Oder ein Kind übernimmt diese Aufgabe und behält die Uhr im Blick.

  5. Schritt 5 von 5

    Die Suppe durch ein Küchensieb in eine Schüssel oder einen anderen Topf abgießen. Das Gemüse etwas abtropfen lassen und leicht ausdrücken. Die Brühe nochmals abschmecken.

    1 TL Rapsöl
    feines Küchensieb, Schöpfkelle, Topf

    Um möglichst viel Flüssigkeit aus dem Gemüse zu bekommen, können Sie es mit einer Schöpfkelle ausdrücken. Mit dem Salz sparsam umgehen: Schließlich soll die Brühe vor allem nach dem Gemüse schmecken, aus dem sie gekocht ist. Das Abschmecken übernehmen alle gemeinsam – wie die Profis.

    Vor dem Servieren einen Schuss Öl zugeben, so werden fettlösliche Vitamine vom Körper besser aufgenommen.

Tipps und Tricks

  • Küchentipp

    Kartoffelschalen lieber nicht verwenden, sie geben keinen guten Geschmack! Auch Kürbiskerne sollten besser nicht mitgekocht werden. Sie enthalten Bitterstoffe, die nicht gut schmecken. Bei Nachtschattengewächsen wie Tomaten, Paprika oder Aubergine sollten die grünen Strünke nicht verwendet werden.

  • Zum Verfeinern

    Für eine süße Note können Sie auch Apfel- oder Birnenschale in die Brühe geben. Auch eine Zimtstange, Anis, Kardamom und Koriander machen sich gut. Stark färbendes Gemüse wie Rote Bete verleiht der Brühe eine leuchtend rote Farbe. Probieren Sie mit den Kindern auch verschiedene Suppeneinlagen wie Pfannkuchenstreifen, selbstgemachte Nudeln oder Fleischbällchen.

  • Zeitmanagement

    Die Brühe kann im Topf ohne Deckel auch stark eingekocht werden – der kräftige Sud lässt sich dann als Eiswürfel einfrieren und später zum Würzen verwenden.

  • Genuss erleben

    Die Restebrühe bietet tolle Gesprächsanlässe zum Thema Lebensmittelwertschätzung. Denn Ihre Kinder erleben, wie aus scheinbar wertlosen Gemüseabfällen noch eine leckere Brühe gezaubert werden kann. Kennen Ihre Kinder noch weitere Rezepte zur Resteverwertung? Ein Beispiel sind Arme Ritter, die übrigens auch prima zu der Brühe gegessen werden können.

  • Lebensmittelinfo

    Gemüsereste sind wertvoll: Bei vielen Gemüsesorten sitzen die meisten Vitamine direkt unter der Schale oder im Stängel. Ein Grund mehr, sie nicht wegzuschmeißen, sondern zu verwerten.